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Bedeutung des jüngsten EuGH-Urteils zu „Safe Harbor“ für etracker-Kunden

15. Oktober 2015 von Timo Hoppe // Kategorie: News

Sie haben vermutlich bereits davon gehört: In der vergangenen Woche hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) das „Safe Harbor“ Datentransferabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA für ungültig erklärt und damit für viele Diskussionen in der Online-Welt und unter Website-Betreibern gesorgt. Auch etracker-Kunden haben uns kontaktiert, um zu erfahren, welche Auswirkungen die Entscheidung des EuGH auf deren Nutzung von etracker hat.

Was bedeutet das EuGH-Urteil für etracker-Kunden?

Die Einhaltung der deutschen und europäischen Datenschutzvorschriften genießt bei etracker seit der Unternehmensgründung im Jahr 2000 höchste Priorität. etracker steht für 100%igen Datenschutz und für Datenspeicherung in Deutschland. Von der zuständigen Datenschutzbehörde wurde etracker eine datenschutzkonforme Webanalyse attestiert.

etracker-Kunden, die unsere Technologie für die Web-Analyse und/oder die Website-Personalisierung der eigenen Website nutzen, können aus mehreren Gründen ganz beruhigt sein:

  • etracker erfasst bei der standardmäßig im etracker-Account aktivierten Einstellung „Erweiterte Datenschutzkonformität“ keine personenbezogenen Daten im Sinne von §3.1 BDSG.
  • Die Verarbeitung und Nutzung der von etracker erhobenen Daten findet – sofern nicht explizit anders gewünscht – ausschließlich auf Servern, die sich auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befinden, statt.

 

Fazit: Für etracker-Kunden ändert sich durch das EuGH-Urteil nichts. Sie sind mit etracker-Lösungen also wie bisher datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite.

 

Welche Gedanken sollten sich Unternehmen machen, die Dienste US-amerikanischer Unternehmen nutzen?

Website-Betreiber, die US-amerikanische Dienste nutzen, sind selbst dafür verantwortlich sicherzustellen, dass keine personenbezogenen Daten erfasst und außerhalb der EU verarbeitet werden. Dies ist je nach Dienst nur mit sehr hohem Aufwand und mitunter überhaupt nicht möglich. Insofern setzen sich Unternehmen erheblichen rechtlichen Risiken aus und setzen ihre Reputation aufs Spiel. Nicht minder problematisch ist, dass Unternehmen mit der Nutzung von Diensten wie Google Analytics den Zugriff auf ihr wertvolles Gut aus der Hand geben: die Nutzerprofile ihrer Website-Besucher. Nur bei Google Analytics Premium ist eine Vereinbarungen zu den Eigentumsrechten an den Daten und Kontrolle darüber, wie die Daten geteilt werden, vorgesehen. Bei der kostenlosen Variante von Google Analytics „zahlen“ Website-Betreiber mit ihren (Nutzer-)Daten für die Nutzung des Webanalyse-Produkts. Und sie haben keinen direkten Zugriff auf die Nutzerprofile, sondern lediglich Zugang zu den aggregierten Reportdaten. So bleibt Ihnen beispielsweise die Nutzung der Profildaten für Trigger-E-Mails, segmentierte A/B-Tests oder Website-Personalisierung verschlossen.

Olaf Brandt, Geschäftsführer der etracker GmbH bringt es auf den Punkt: „Das EuGH-Urteil macht unmissverständlich deutlich: Wir dürfen nicht leichtfertig mit den sensiblen Daten unserer Kunden umgehen und schon gar nicht die Verfügungsgewalt aus der Hand geben.“

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie etracker Nutzerprofile datenschutzrechtlich unbedenklich erheben und in Echtzeit für die Optimierung Ihrer Website nutzen können, kontaktieren Sie uns gern.

Widerspruchsrecht über „First Party Cookies“

13. Juli 2015 von Olaf Brandt // Kategorie: Produkt NEWS

Laut Telemediengesetz Paragraf 15, Absatz 3 dürfen Website-Betreiber „Nutzungsprofile bei Verwendung von Pseudonymen erstellen, sofern der Nutzer dem nicht widerspricht. Der Diensteanbieter hat den Nutzer auf sein Widerspruchsrecht […] hinzuweisen.“

Um Ihnen die gesetzeskonforme Nutzung der etracker-Dienste möglichst komfortabel zu machen, stand bislang unter „Einstellungen > Datenschutz > Datenschutzhinweis und Widerrufsmöglichkeit für Ihre Website“ ein passender Text und Link zur Verfügung, den Sie einfach für Ihre Website übernehmen konnten. Durch Klick auf den Link konnte der Besucher seinen Widerruf erklären oder auch die Genehmigung erneut erteilen. Die Information zum ausgeübten Widerruf wurde in Form eines Dritt-Anbieter-Cookies gespeichert, um den Ausschluss bei zukünftigen Besuchen zu berücksichtigen.

Mittlerweile sind Dritt-Anbieter-Cookies ein wenig in Verruf geraten und werden standardmäßig nicht mehr von allen Browsern akzeptiert. Außerdem wird in diesem Verfahren zunächst die Tracking-Information an etracker gesendet und dort dann erst verworfen.

Insbesondere auf Wunsch des bayrischen Landesdatenschutzbeauftragten haben wir nun das Verfahren ein wenig weiterentwickelt: Nunmehr wird ein Erst-Anbieter-Cookie gesetzt, wenn der Besucher sich von der Zählung auf Ihrer Website ausgeschlossen hat. Und wenn dieses Widerspruchs-Cookie vorhanden ist, werden die Daten gar nicht erst an etracker gesendet.

Um das neue Verfahren zu nutzen – was wir insbesondere allen Kunden, die in Bayern ansässig sind, empfehlen – tauschen Sie einfach auf Ihrer Website den Widerspruchstext mit dem Link bzw. Button aus. Für das Erst-Anbieter-Cookie stellen wir Ihnen selbstverständlich einen vorgefertigten Button zur Verfügung, den Sie bequem und einfach in Ihre Seite integrieren können. Diesen finden Sie wie gewohnt unter „Einstellungen > Datenschutz  > Datenschutzhinweis und Widerrufsmöglichkeit für Ihre Website“.

Datenschutz ist aus Dornröschenschlaf erwacht

19. März 2014 von Marcel Semmler // Kategorie: Web-Controlling

etracker: 100 % datenschutzkonformUns erreichen derzeit zahlreiche Anfragen wegen eines Urteils des Landgerichts Frankfurt am Main vom 18.2.2014 (Aktenzeichen: 3-10 O 86-12). In diesem Urteil hat das Gericht wettbewerbsrechtliche Ansprüche von Konkurrenten bestätigt, wenn ein Online-Anbieter beim Einsatz eines Webtracking-Tools kein ausreichendes Widerspruchsrecht für die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten bereitstellt. Details zu dieser Entscheidung finden Sie hier.

etracker hilft Ihnen, Abmahnungen und gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden und beim Datenschutz rechtmäßig und professionell aufgestellt zu sein. Denn mit etracker analysieren Sie Ihre Website datenschutzkonform.

Die Einbindung des Widerspruchsrechts in Ihre Datenschutzerklärung geht bei etracker im Handumdrehen. Unter Einstellungen > Datenschutz stellen wir den Datenschutzhinweis inkl. Link zur Widerspruchsmöglichkeit für Ihre Website zu Verfügung.

Eine gesonderte Zustimmung Ihrer Nutzer brauchen Sie für die etracker-Webcontrolling-Dienste jedenfalls bei Auswahl der Option „Erweiterte Datenschutzkonformität“ in den Einstellungen Ihres etracker-Accounts nicht.

Sie haben noch Fragen? Unser Support-Team ist gerne für Sie da.

 

Oder lesen Sie unsere Hintergrundartikel zum Datenschutz bei etracker:

Wie setzt sich etracker für den Datenschutz ein?

Wie funktioniert Datenschutz bei etracker?

Wie erfolgt der korrekte Umgang mit Nutzerdaten [7 Tipps]?

Wie erfolgt der korrekte Umgang mit Nutzerdaten [7 Tipps]?

5. September 2013 von Marcel Semmler // Kategorie: Tipps & Tricks, Unternehmen

Der letzte Beitrag in unserer Artikelserie „Datenschutz bei etracker“ befasst sich mit der Anwendung der Datenschutzgesetze. In diesem Zuge möchten wir Ihnen gerne 7 Tipps zum korrekten Umgang mit Online-Kundendaten an die Hand geben.

Alle Lösungen von etracker erfüllen selbstverständlich die im Folgenden genannten Anforderungen des deutschen Datenschutzes an einen Web-Controlling Anbieter.

 

Tipp 1: Der gesetzlichen Hinweispflicht nachkommen

Auf die Erstellung von Nutzungsprofilen und über den Zweck und Umfang der Datenspeicherung muss hingewiesen werden. Hierzu sollten Sie einen Seite mit Hinweisen zur Datenerhebung und
-verarbeitung zur Verfügung stellen, die über das Stichwort „Datenschutz“ auf Ihrer Website verlinkt ist. Achten Sie darauf, dass diese Hinweise verständlich formuliert und für die Kunden jederzeit abrufbar sind.

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Wie funktioniert der Datenschutz bei etracker?

28. August 2013 von Marcel Semmler // Kategorie: Unternehmen

etracker DatenschutzsignetIn dem zweiten Teil unserer Artikelserie möchten wir Ihnen gerne erläutern, wie der Datenschutz bei etracker im Detail funktioniert. Hierbei muss man zwei Dinge unterscheiden: Zum einen den Datenschutz, also die Einhaltung der deutschen und europäischen Datenschutzanforderungen, und zum anderen die Datensicherheit, also die technische und organisatorische Sicherheit Ihrer Daten bei etracker.

 

Datenschutz

Beim Datenschutz unterscheidet der Gesetzgeber zwischen personenbezogenen und nicht-personenbezogenen Daten. Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie wir mit diesen Daten umgehen.

a) Personenbezogene Daten

Daten, die konkrete Rückschlüsse auf eine Person zulassen, werden unter dem Begriff „personenbezogene Daten“ zusammengefasst. Zu dieser Kategorie gehören insbesondere die im etracker Account hinterlegten Kundendaten, die Angaben wie Firma, Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail Adresse umfassen können.

Diese personenbezogenen Daten werden nur im Rahmen der Vertragserfüllung in unserer Kundendatenbank gespeichert und selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben. Eine Nutzung personenbezogener Daten zu Zwecken der Werbung und Marktforschung erfolgt bei etracker niemals ohne die ausdrückliche Zustimmung des Betroffenen. Im Rahmen der Regelungen des Telemediengesetzes erteilen wir Ihnen selbstverständlich gerne Auskunft über Ihre bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten.

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